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Was ist eigentlich
Ultraschall?
Ultraschall sind Schallwellen, die das menschliche
Ohr nicht wahrnehmen kann.
Es sind sehr hohe Töne im Bereich über 20.000
Schwingungen / sec. (Hz ).
Diese Wellen werden in der Medizin zur Diagnose und Therapie
verwendet.
Bereits seit vielen Jahren nutzen speziell Sportmediziner
den Ultraschall als Hilfsmittel,
um Wirkstoffe, die in Gelen enthalten sind, in die Haut
einzubringen.
Diesen Vorgang nennt man Sonophorese.
Anders als bei der Iontophosrese kann mittels Ultraschall
ein Wirkstoff nicht eingeschleust werden.
Vielmehr öffnet die Vibration des Ultraschalls die
Haut für kleinste Moleküle.
Moleküle über einem bestimmten Molekulargewicht
( wie z.B. Hyaluronsäure) können trotz Ultraschall
nicht in die Haut eindringen.
Wie kommt der Ultraschall in die
Haut?
Schall wird im Wasser oder feuchten Milieu sehr
gut übertragen. Luft isoliert Ultraschall.
Aus diesem Grund muß bei der Anwendung von Ultraschall
stets ein Gel oder eine Flüssigkeit zwischen Haut
und Schallkopf für die Übertragung der Schallwellen
ins Gewebe sorgen. Ebenso wichtig ist es, dass die Kundin
oder der Kunde vor der Ultraschallanwendung ausreichend
Flüssigkeit zu sich nimmt. Je mehr Wasser sich in
den Zellzwischenräumen
befindet umso wirksamer ist der Ultraschall.
Die Frequenz des Ultraschalls bestimmt die Eindringtiefe
ins Gewebe.
Ultraschall mit einer Frequenz von 1 MHZ durchdringt alle
Hautschichten bis zum Bindegewebe, 3 MHZ schwingen nur
in der Epidermis.
Weiterhin unterscheidet man noch die Intensität
des Ultraschalls, die in Watt / q²cm angegeben wird
und ob es sich um permanenten Schall oder Impulsschall
handelt, wobei hier zu sagen ist, dass der Impulsschall
die kosmetisch angebrachte Schallform ist.
Gerade die Angaben über die Intensität von Ultraschallgeräten
muß man immer im Zusammenhang mit dem Impulsschall
vergleichen.
Wenn ein Gerät einen Spitzenwert von 1 Watt / q²cm
Haut abgibt, dieser Schall aber nicht als permanenter
Ton sondern in Impulsen ( d.h. mit Unterbrechungen) auf
die Haut übertragen wird, dann nimmt die Haut nur
einen Durchschnittswert der Ultraschallintensität
wahr, der auch auf dem Gerät angegeben sein sollte.
Wie viel Technik muss wirklich
sein?
Das Wichtigste bei einem Ultraschallgerät
ist nicht die Anzahl der Knöpfe, Regler oder "Programme".
Da es nur wenig sinnvolle Impulsfrequenzen und sich daraus
ergebende Intensitäten gibt, unterscheiden sich die
sog. Programme meist nur in der Anwendungszeit. Auch die
Größe des Ultraschallgerätes hat auf dessen
Leistung kaum einen Einfluß.
Wirklich wichtig ist die Qualität des Schallkopfes.
Hier entscheiden Materialien über das eventuelle
Allergierisiko und die Herstellung des Schallkopfes über
die Schallqualität. Leider ist das ohne technisches
Equipment von der Kosmetikerin nicht nachzuprüfen.
Hier muß sie sich auf die qualifizierten Aussagen
der Hersteller verlassen können.
Was leistet gepulster Ultraschall
für die Haut?
Die Vibration des Schalls erweitert die Zwischenzellräume
der Haut und unterstützt
den natürlichen Entschlackungsprozess. Ultraschall
fördert den Energiehaushalt der Zellen. Er sorgt
für eine Erhöhung der Membrandurchlässigkeit
von Zellen und Kapillaren und beschleunigt den Diffusionsprozess
im Gewebe.
Er aktiviert die Fibroplasten. Folgerichtig eignet er
sich für die Anwendung bei Couperose, Tränensäcken,
vernarbter Haut, verschlackter und erschlaffter Haut und
natürlich auch für Körperanwendungen.
Die Grenzen des Ultraschalls
Bei all den oben genannten Einsatzmöglichkeiten
muss sich die Kosmetikerin stets darüber im klaren
sein, dass Ultraschall alleine nur kurzzeitige Ergebnisse
bringt.
Auch häufig und in kurzen Abständen angewandt
kann das Ergebnis zwar gesteigert aber nicht langfristig
gehalten werden. Nur die Kombination mit geeigneten Wirkstoffen
bringt Resultate, die auch über den Zeitraum der
Anwendungen hinaus anhalten.
Hier ein Beispiel:
Es besteht die Möglichkeit, mittels Ultraschall
bei der Couperose das gestaute Blut
aus den Kapillargefäßen auszuleiten. Eine sichtbare
Reduzierung der roten Äderchen ist die Folge. Belässt
man es nun dabei, bilde sich die Couperose rasch wieder
von neuem. Das eigentliche Problem - schwaches Bindegewebe-
wurde nicht gelöst.
Werden jedoch geeignete Wirkstoffe wie z.B. Biomoleküle
mit dem Ultraschall eingebracht, festigt sich das Bindegewebe
und die Reduzierung der Couperose bleibt, weit über
den Anwendungszeitraum hinaus, bestehen.
Zauberwort Biomolekül
Was sind Biomoleküle, was können sie
und warum musste ihretwegen eine neue Technologie, der
Ultraschall, für die Kosmetik entdeckt werden?
Zunächst einmal sind es sehr sehr kleine
Eiweißmoleküle mit einem Molekulargewicht von
ca. 10.000 mol. Vergleichen wir zum besseren Verständnis
Biomoleküle beispielsweise mit den Molekülen
der Hyaluronsäure, dann wäre das genauso als
würde man eine Maus mit einem Elefanten vergleichen.
Nun sind Biomoleküle nicht nur sehr klein, sie haben,
und das ist das wichtigste,
ganz besondere Eigenschaften. Sie fungieren in den Zellen,
auch in denen unserer Haut, als Wächter für
eine korrekte Zellteilung.
Damit ist automatisch eine qualitative Verbesserung der
Arbeit in unseren Zellen gewährleistet. Dies wiederum
wirkt sich auf die Collagensynthese oder auch auf die
Gewebsfestigkeit aus. Durch das Einbringen der Biomoleküle
kommt sozusagen eine positive Kettenreaktion in Gang.
Biomoleküle sind ein Wirkstoff im eigentlichen Sinn.
Im Gegensatz zu Stoffen die die Haut nur auffüllen
oder füttern, bewirken sie eine grundlegende positive
Veränderung und erzielen somit echte langfristige
Ergebnisse.
Als Dr. Kleanthous das Potential der kosmetischen
Anwendung von Biomolekülen entdeckte, suchte er nach
einer Möglichkeit, in kurzer Zeit besonders viele
Moleküle in die Haut zu bringen. Die damals übliche
Iontophorese schied aus. Biomoleküle sind Eiweiß,
dass unter der Einwirkung von Strom denaturiert und somit
unwirksam wird.
Auch der Laser erwies sich nicht als
hilfreich. Allein Ultraschall konnte die Funktion des
"Türöffners" für die Biomoleküle
erfüllen ohne ihre Wirksamkeit einzuschränken.
Das war die Geburtsstunde einer neuen Methode die den
Synergieeffekt von Ultraschall und Biomolekülen zur
Regeneration der Haut nutzte.
Ein ideales Paar
Biomoleküle beeinflussen die Zellarbeit
in allen Hautschichten. Aus diesem Grund können sie
bei den unterschiedlichsten Hautproblemen eingesetzt werden.
Da es verschiedene Arten von Biomolekülen gibt, wird
die Mischung der Moleküle auf die jeweilige kosmetische
Aufgabe abgestimmt. Beispielsweise unterscheidet sich
die Mischung für eine Körperanwendung zur Umfangreduktion
wesentlich von der einer Faltenanwendung und auch wiederum
von der biomolekularen Mischung für ein Präparat
gegen Haarausfall.
Ultraschall mit einer Frequenz von 1 MHZ ist
in der Lage die Haut bis hinunter zum Bindegewebe zu entschlacken.
Dabei macht er den Weg frei für die Biomoleküle
und leistet über die Steigerung des Energiehaushaltes
seinen wesentlichen Beitrag zur Regeneration. Ist er richtig
dosiert bringt er für die Umsetzung der Wirkstoffe
in der Haut nur Vorteile.
Und die Nachteile?
Es gibt wirklich wenige Nachteile sowohl bei
Ultraschall als auch bei den Biomolekülen. Die einzige
Gefahr beim Ultraschall liegt in der Überdosierung.
Bei den heute am Markt befindlichen Geräten ist keine
ernsthafte Schädigung der Haut möglich, wenn
aber zu lange mit zu hohen Intensitäten ( Watt /
q²cm) die Haut beschallt wird, erreicht man statt
einem Abfließen der Lymphe eine Stauung. Diese kleinen
Schwellungen können zwar manchmal im Bereich der
Falten recht nette scheinbare Sofortergebnisse zaubern,
sind aber was die Entschlackung der Haut betrifft kontraproduktiv.
Biomoleküle brauchen Zeit und gute Bedingungen
um sichtbare Ergebnisse zu bringen. Ernährung, Trinken,
Gewohnheiten wie Rauchen, Bewegung und Schlaf sowie die
Einnahme von Antibiotika und Kortison beeinflussen die
Wirksamkeit.
Eine ausführliche Anamnese und eine umfassende Beratung
der Kundin vermeiden Missverständnisse und verhelfen
zu guten Ergebnissen.
Und - Geduld ist gefragt. Jede Art von Regeneration
braucht Zeit. Mindestens einmal müssen sich die Zellen
geteilt haben damit wir die positiven Auswirkungen auf
der Haut sehen und an der Haut spüren. Doch die Geduld
wird belohnt. Einmal aktiviert, arbeitet die Haut über
Monate aktiver und die erzielten Ergebnisse bleiben für
lange Zeit erhalten.
Quelle: Dr. Kleanthous Kosmetik 06/2005
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